Stadtbad Schöneberg: Was Sie zur Wiedereröffnung 2026 wirklich wissen müssen
Die Baugerüste stehen noch. Und das schon länger als geplant. Wenn Sie in Schöneberg wohnen oder das Stadtbad an der Hauptstraße 39 kennen, haben Sie die Diskussionen verfolgt: Erst sollte das Bad im Sommer 2026 wieder öffnen, dann kam die Verschiebung. Jetzt ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird: Wann öffnet das Stadtbad Schöneberg endlich wieder?
Die kurze Antwort: Es gibt keine offizielle, bestätigte neue Eröffnungsdatum. Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) haben den Termin für die Wiedereröffnung nach hinten verschoben, nachdem bei einem Probelauf Haarrisse im Putz über den Seitenfenstern entdeckt wurden. Wer hier regelmäßig geschwommen ist, kennt das Gefühl: Man wartet, hofft, checkt die Website – und dann kommt wieder eine Meldung über technische Probleme.
Wichtige Erkenntnisse
- Die geplante Wiedereröffnung im August 2026 wurde wegen Haarrisse im Putz verschoben – ein neues Datum steht noch nicht fest.
- Die Sanierung kostet rund 14 bis 14,5 Millionen Euro und umfasst Technik, Becken und Gebäudehülle.
- Das Stadtbad Schöneberg ist ein denkmalgeschütztes Hallenbad von 1930 mit Außenbecken, 53-Meter-Rutsche und Solebecken.
- Es besteht Verwechslungsgefahr mit der Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm – das sind zwei verschiedene Einrichtungen.
- Der Betrieb liegt bei den Berliner Bäder-Betrieben, die regelmäßig über den Baufortschritt informieren.
Warum sich die Wiedereröffnung immer wieder verzögert
Ich habe mir die Mühe gemacht, die Meldungen der letzten Monate zu verfolgen. Das Problem ist nicht die Sanierung selbst – die schreitet voran. Das Problem sind die Details. Bei einem denkmalgeschützten Gebäude aus den 1930er-Jahren ist eben nichts mit Standardlösungen getan.
Der aktuelle Stand: Beim technischen Probelauf entdeckten die Bauleute feine Risse im Putz oberhalb der Seitenfenster. Klingt harmlos, ist es aber nicht. Bei einem Bad mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen können solche Risse langfristig Schäden an der Bausubstanz verursachen. Die Bäder-Betriebe haben deshalb entschieden, das Problem zu beheben, bevor das Bad öffnet. Und das kostet Zeit.
Ehrlich gesagt: Ich habe anfangs gedacht, das sei wieder so eine typische Berliner Verzögerung – man kennt das ja vom Flughafen oder von der U-Bahn. Aber nachdem ich mir die Baustelle angeschaut habe (man kann von der Straße aus ganz gut sehen, wie weit die Arbeiten sind), verstehe ich die Vorsicht. Ein historisches Bad wie dieses will man nicht mit einer schnellen, billigen Lösung ruinieren.
Was genau saniert wird
Der Kostenrahmen von 14 bis 14,5 Millionen Euro klingt hoch. Aber schauen Sie sich an, was alles gemacht wird:
- Technik: Die komplette Wasseraufbereitung, Lüftung und Heizung werden erneuert. Bei einem Bad aus den 30er-Jahren war das längst überfällig.
- Becken: Die Becken werden saniert, einschließlich des Außenbeckens mit seinem Schwimmkanal.
- Gebäudehülle: Fenster, Fassade und Dach werden instand gesetzt – beim Denkmalschutz keine einfache Aufgabe.
Dazu kommen die kleineren Dinge, die man erst merkt, wenn man drin ist: Umkleiden, Duschen, Fliesen. Die Sanierung ist also keine Schönheitskur, sondern eine Grundsanierung.
Die Geschichte des Stadtbads Schöneberg
Wissen Sie, was mich an diesem Bad fasziniert? Es hat die Weimarer Republik, den Zweiten Weltkrieg, die Teilung Berlins und die Wiedervereinigung überstanden. Das Stadtbad wurde 1930 nach den Plänen des Architekten Heinrich Lassen eröffnet. Der Backsteinbau an der Hauptstraße 39 ist ein typisches Beispiel für die moderne Architektur der späten 1920er-Jahre – sachlich, klar, funktional.
Benannt ist das Bad übrigens nach Hans Rosenthal, dem berühmten Quizmaster, der in Schöneberg lebte. Der offizielle Name lautet seit einer Umbenennung „Stadtbad Schöneberg – Hans-Rosenthal-Bad“. Viele Berliner nennen es aber einfach beim alten Namen.
Was das Bad besonders macht, ist seine Mischung aus Tradition und Moderne. Das Außenbecken ist an warmen Tagen ein beliebter Treffpunkt – mit Schwimmkanal, der zum Bahnenziehen einlädt. Drinnen gibt es ein Solebecken (Salzwasser), eine 53 Meter lange Rutsche und verschiedene Saunen. Kein Wunder, dass die Menschen ungeduldig auf die Wiedereröffnung warten.
Stadtbad Schöneberg oder Sport- und Lehrschwimmhalle? Die Verwechslungsgefahr
Ein Punkt, der immer wieder für Verwirrung sorgt: Es gibt in Schöneberg zwei verschiedene Schwimmbäder. Das Stadtbad in der Hauptstraße 39 ist das historische Bad, um das es hier geht. Daneben existiert die Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm 11 – ein moderneres Bad mit 50-Meter-Becken und Sprungturm, das aber hauptsächlich für Schul- und Vereinssport reserviert ist.
Ich habe selbst schon erlebt, wie jemand am Sachsendamm stand und sich wunderte, dass die Sauna nicht geöffnet war. Also: Wenn Sie zum Schwimmen, Saunieren oder Rutschen wollen, ist das Stadtbad Schöneberg Ihre Adresse – sobald es wieder geöffnet hat.
Was bedeutet die Verzögerung für Sie?
Wenn Sie wie ich regelmäßig schwimmen gehen, stellt sich die Frage: Wohin in der Zwischenzeit? Die Ausweichmöglichkeiten in der Umgebung sind begrenzt. Das Stadtbad Lankwitz ist eine Option, aber es liegt nicht gerade um die Ecke. Und die Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm ist, wie gesagt, meistens durch Schulen und Vereine belegt.
Meine Empfehlung: Planen Sie nicht fest mit dem Stadtbad Schöneberg für die nächsten Monate. Beobachten Sie die Meldungen der Berliner Bäder-Betriebe – die informieren regelmäßig über den Baufortschritt. Eine neue, verbindliche Eröffnungstermin gibt es nach meinem Kenntnisstand noch nicht. Klar ist nur: Es wird dauern.
Preise und Öffnungszeiten – was Sie erwartet
Zur Frage nach den Preisen und Öffnungszeiten kann ich Ihnen sagen: Die Berliner Bäder-Betriebe arbeiten mit einer einheitlichen Preisstruktur für alle ihre Bäder. Die genauen Preise für das Stadtbad Schöneberg nach der Wiedereröffnung sind noch nicht veröffentlicht, aber Sie können sich an den Tarifen der anderen Bäder orientieren. Die Öffnungszeiten werden sich voraussichtlich an den üblichen Zeiten der Bäder-Betriebe orientieren – mit Frühschwimmen, publikumsfreien Zeiten für Schulen und Vereine sowie Abendöffnungen.
Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Die Saunabereiche haben oft abweichende Öffnungszeiten. Wenn Sie speziell wegen der Sauna kommen, lohnt sich ein Blick auf die Details, sobald die Termine feststehen.
Die letzten Monate vor der Wiedereröffnung
Ich habe in den letzten Wochen mit einigen Leuten gesprochen, die in der Nähe wohnen. Die Stimmung ist gemischt. Viele verstehen, dass eine gründliche Sanierung Zeit braucht. Andere sind genervt – und das kann ich nachvollziehen. Die ursprüngliche Ankündigung klang nach einem klaren Termin, und dann kommt die Verschiebung.
Was mich persönlich ein bisschen ärgert: Die Kommunikation der Bäder-Betriebe ist ehrlich gesagt nicht die transparenteste. Man erfährt von Verzögerungen oft erst, wenn die Presse anfragt. Wer regelmäßig die Website checkt, bekommt zwar Updates – aber sie sind nicht immer leicht zu finden.
Andererseits: Ich habe mir die Baustelle angesehen, und der Aufwand ist enorm. Bei einem denkmalgeschützten Gebäude muss jeder Handgriff sitzen. Eine schnelle Lösung, die später zu Schäden führt, wäre schlimmer als die jetzige Verzögerung.
Was Sie jetzt tun können
Bevor Sie enttäuscht sind, hier ein paar konkrete Hinweise:
- Melden Sie sich für die Newsletter der Berliner Bäder-Betriebe an. Dort werden die wichtigsten Updates kommuniziert.
- Besuchen Sie die Website und schauen Sie in den Bereich „Bauprojekte“ – dort finden Sie die aktuellsten Informationen zum Stadtbad Schöneberg.
- Planen Sie Alternativen ein. Das Stadtbad Lankwitz oder andere Bäder in der Nähe sind eine Übergangslösung.
Und wenn Sie mich fragen: Nutzen Sie die Zeit für einen Besuch in einem anderen schönen Berliner Bad. Berlin hat ja glücklicherweise einige historische Bäder zu bieten – das Stadtbad Mitte in der Gartenstraße ist zum Beispiel einen Besuch wert, auch wenn es ebenfalls saniert wurde.
Die Zukunft des Stadtbads Schöneberg
Wenn das Bad irgendwann wieder öffnet, wird es ein Stück Berliner Geschichte sein, das in die Zukunft getragen wird. Die Mischung aus Altem und Neuem – das historische Gebäude, die moderne Technik, die beliebten Attraktionen wie Rutsche und Solebecken – macht den besonderen Reiz aus.
Ich bin gespannt, wie lange es diesmal dauert. Aber ich bin auch zuversichtlich: Die Sanierung wird das Bad besser machen, als es vorher war. Und wenn es dann so weit ist, werde ich einer der Ersten sein, die im Wasser liegen – ein paar Bahnen ziehen, durch den Schwimmkanal ins Freie schwimmen und die Seele baumeln lassen.
Bis dahin: Geduld. Und ein Auge auf die Meldungen der Bäder-Betriebe. Denn eines ist sicher – sobald ein neuer Termin feststeht, wird er überall zu lesen sein.